Meine WG und ich sind seit sieben Jahren in einer Berliner Foodcoop. Wir können dadurch Lebensmittel viel günstiger als sonst kaufen. Vor allem Bio-Lebensmittel werden so auch für nicht so reiche Leute erschwinglich. Wir fahren manchmal auch zu den Bauernhöfen und helfen bei der Ernte. Das macht Spaß und wir lernen den Hof kennen. Die organisatorische Arbeit teilen wir uns und viel wird online gemacht. Z. B. haben einige von der Foodcoop eine Software entwickelt, mit der das Bestellen viel einfacher ist. Ich weiß aber auch, dass ich immer noch mehr mitmachen könnte!
Unter einer Foodcoop versteht man den Zusammenschluss von Personen und Haushalten zum gemeinsamen Einkaufen, in der Regel von ökologischen Lebensmitteln. Die Idee dahinter ist, dass gemeinsam große Mengen Lebensmittel direkt von den Erzeuger_innen oder Mindestbestellmengen bei Großhändler_innen bezogen werden können. Zwischenhändler_innen werden somit ausgeschlossen, die Preise sinken und Bio-Produkte werden auch für Leute mit kleinem Portemonnaie erschwinglicher. Die Foodcoops funktionieren in der Regel mittels verteilter Arbeit und kollektiver Verwaltung. Die Vereinzelung der Verbraucher_innen wird aufgehoben und Konsument_innen mit ähnlichem Lebensstil kommen zusammen. Zudem können lokale Höfe durch den direkten Bezug von Lebensmitteln unterstützt werden.

Dörte
Berlin
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